Umweltleitlinie
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule München verpflichtet sich die Hochschule zur Einhaltung und Umsetzung folgender Umweltleitlinien. Unser Ziel ist es, damit eine lebendige und nachhaltige Zukunft zu gestalten, die mit den Sustainable Development Goals im Einklang steht.
Wir streben eine stetige Reduzierung unseres Ressourcenverbrauchs und eine Verbesserung der Umweltwirkung an. Dafür greifen wir hochschulinterne und -externe Anregungen auf. Wir definieren Maßnahmen zum Umweltschutz im Rahmen und im Einklang mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unserem Klimaschutzkonzept die wir sukzessive umsetzen, überprüfen und regelmäßig aktualisieren. Dafür schaffen und pflegen wir Strukturen zum kontinuierlichen Messen und Analysieren unserer Ressourcenverbräuche, unter anderem im Rahmen unseres Energiemanagementsystems nach ISO 50001, sowie zur regelmäßigen Berichterstattung über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten. Wir schaffen Rahmenbedingungen und Freiräume für die HM-Angehörigen, die es ihnen ermöglichen, umweltgerecht zu agieren.
Wir verstehen Nachhaltigkeit nicht als reine Wissensvermittlung, sondern als ganzheitliches Herangehen und Einladung zur aktiven Mitgestaltung. Durch campusweite Veranstaltungen und gezielte sowie gut sichtbare umweltschutzbezogene Informationen wollen wir Studierende und Beschäftigte zur Auseinandersetzung mit den Umweltauswirkungen am Campus und im Privaten anregen. Wir fördern positives Umweltverhalten aller Hochschulmitglieder, schaffen Anreize zur Eigeninitiative und erwarten ein verantwortungsvolles Mitwirken aller.
Wir fördern studentische Beteiligung bezüglich Nachhaltigkeit und verankern nachhaltiges Denken und Handeln in unseren Studiengängen. Dabei forcieren wir die Vermittlung von Grundwissen zum ökologischen Handeln. Umweltgerechtes und ressourcenschonendes Verhalten in- und außerhalb der Hochschule soll für die Studierenden zur Selbstverständlichkeit werden. Es ist unser erklärtes Ziel, der Nachhaltigkeit verpflichtete Menschen auszubilden. Dies wollen wir unter anderem durch fachübergreifende Projekte im Bereich des Umweltschutzes (auf dem eigenen Campus) realisieren.
Wir beziehen unsere Mitarbeitenden in die Umsetzung unserer Umweltschutzziele und -maßnahmen ein. Dadurch sollen sie befähigt werden, Umweltschutz am eigenen Arbeitsplatz umzusetzen und vorzuleben.
Wir verstehen Kommunikation als aktiven Bestandteil nachhaltigen Handelns. Unsere Umweltleitlinien kommunizieren wir transparent, verständlich und kontinuierlich nach innen und außen. Dabei machen wir Maßnahmen, Fortschritte und Herausforderungen sichtbar, zeigen konkrete Handlungsoptionen auf und schaffen Anknüpfungspunkte zur aktiven Beteiligung. Im Bewusstsein unserer Vorbildfunktion kommunizieren wir authentisch, nachvollziehbar und faktenbasiert. Durch zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit vermitteln wir Zusammenhänge, machen Wirkung erfahrbar und motivieren dazu, Verantwortung zu übernehmen. Unser Wissen und unsere Erfahrungen teilen wir hochschulweit sowie in externen Netzwerken und tragen so zur Weiterentwicklung nachhaltiger Strukturen innerhalb und außerhalb der Hochschule bei.
Wir verpflichten uns zur aktiven Einhaltung der für uns geltenden Umweltgesetze sowie weiterer verbindlicher Anforderungen. Dies unterstützen wir durch geeignete Prozesse und Strukturen, wie beispielsweise durch sicherheitstechnische, arbeitsmedizinische und psychologische Betreuung, betriebliche und psychologische Ersthelfende, betriebliches Gesundheitsmanagement oder die Veranstaltung von Gesundheitstagen, die Mitgliedschaft bei AGUM e.V. (Arbeits-, Gesundheits- und Umweltmanagement), die Anwendung von Schutzmaßnahmen insbesondere im Umgang mit Gefahrstoffen oder die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, bei welchen auch psychische Belastungen der Arbeit berücksichtigt werden. Arbeits- und Gesundheitsschutz besitzen damit an der HM einen hohen Stellenwert. Die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist eine zentrale Führungsverantwortung, aus der sich Organisations-, Kontroll- und Umsetzungsverantwortung ableiten. Lehre, Forschung, Transfer und Verwaltung gestalten wir so, dass Umweltbelastungen reduziert und Sicherheit sowie Gesundheit von Beschäftigten und Studierenden langfristig geschützt werden. Dabei verstehen wir Gesundheit ganzheitlich und beziehen körperliche, geistige und psychische Aspekte gleichermaßen ein. Hierzu gehören unter anderem Maßnahmen zur Prävention von Überlastung, Burnout, Mobbing und Sucht ebenso wie die aktive Förderung eines wertschätzenden und respektvollen Miteinanders in der gesamten Institution, einschließlich der Kommunikation und Schulung in diesem Zusammenhang.
Um Klima- und Generationengerechtigkeit zu stärken, verringern wir aktiv unsere Treibhausgasemissionen, entsprechend unseres Integrierten Klimaschutzkonzepts für die Hochschule München. Unsere Klimaschutzziele sind in
- Scope 1: Reduktion der Emissionen bis 2030 um mindestens 80% sowie annähernd Treibhausgasneutralität bis 2040.
- Scope 2: annähernd Treibhausgasneutralität bis 2040 und Senkung des Energieverbrauchs jährlich um mindestens 2%.
- Scope 3: Reduktion der Emissionen um mindestens 60% bis 2040.
Wir handeln mit dem Ziel, Ressourcenverbrauch zu vermeiden, zu reduzieren und zu optimieren:
Wir sind uns der bedeutenden Rolle von Energie im Ressourceneinsatz bewusst und sehen uns in der Verantwortung regenerative Energiequellen zu priorisieren sowie deren regenerative Erzeugung an der HM auszubauen. Die fortlaufende Optimierung von Energienutzung und -effizienz, einschließlich der Aktualisierung der Infrastruktur und der Implementierung bedarfsorientierter Steuerungsmechanismen, ist ein zentrales Anliegen unserer Hochschule.
Wir sensibilisieren die HM-Angehörigen zum Thema Wasserverbrauch und möglichen Wassereinsparungen und nutzen Wasser sparsam und umweltgerecht. Wir verwenden z.B. zum Gießen weitestmöglich Regenwasser.
Wir kümmern uns darum, dass Abfälle weitestgehend vermieden und unvermeidbare Abfälle getrennt gesammelt, (wieder-)verwertet oder umweltverträglich entsorgt werden und begleiten dies mit passenden Kommunikationsmaßnahmen mit dem Ziel der Verhaltensveränderung der HM-Angehörigen.
Beim Einkauf von Gütern und Dienstleistungen wollen wir unseren ökologischen und sozialen Verpflichtungen nachkommen. Reduce, Reuse & Recycle sind unsere Grundsätze. Wir berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien und die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft. Dafür orientieren wir uns zum Beispiel an geprüften Ökolabels, bevorzugen Mehrweg- und Recycling-Produkte und achten auf die möglichst lange Haltbarkeit und Nutzung von beschafften Produkten. Daneben streben wir kurze Transportwege an und favorisieren regionale Produkte.
Wir wollen mobilitätsbedingte Emissionen verringern. Dazu gehören die täglichen Fahrten der HM-Angehörigen zu und zwischen den Standorten. Zu diesem Zweck optimieren wir beispielsweise die Infrastruktur für den Fahrradverkehr. Darüber hinaus möchten wir im Zusammenhang mit dem Besucherverkehr sowie Dienst- und Fortbildungsreisen und Exkursionen eine Senkung der Treibhausgasemissionen erreichen. Um derartige Reisen so klimaschonend wie möglich durchzuführen, halten wir Vorgaben zu klimafreundlichem Reisen aktiv ein.
Wir wollen die Biodiversität am Campus schützen und streben darüber hinaus eine deutliche Steigerung an. Workshops, Seminare und Aktionen sowie Kooperationen mit Naturschutzverbänden zur Entwicklung unserer Grünanlagen stärken die Biodiversität am Campus. Dadurch und durch Einbindung umliegender Schulen und Kindertagesstätten befördern wir den Wissenstransfer und die Sensibilisierung für das Thema Biodiversität.
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