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Co-Innovation Lab-Projekt Aclaro: Wie L1VE mit visuellem Prozess-Mapping Verantwortlichkeiten klärt und Zeit spart
Studierende der HMBS und der TAMK entwickelten für das Berliner VR-Startup L1VE das Tool "Aclaro".
25/01/2026
L1VE, ein Berliner Startup für immersives VR-Streaming, stand vor einer typischen Wachstumsfrage: Unklare Zuständigkeiten und fehlende Prozessdokumentation bremsten den Alltag. Wer macht was, und wie?
Ein internationales Team des Co-Innovation Lab bestehend aus Studierenden der HM Business School (HMBS) und der Tampere University of Applied Sciences (TAMK) entwickelte im Wintersemester 2025/26 die Lösung: „Aclaro“, ein visuelles Tool für klares Prozess-Mapping.
„Als wir L1VE gründeten, wusste jeder alles. Mit dem Wachstum änderte sich das. Aclaro bringt uns diese Klarheit zurück und ermöglicht es unserem Team, sich ganz auf beeindruckende VR-Erlebnisse für unsere Kunden zu konzentrieren“, sagt Julian Merkel, CTO und Vorstandsmitglied von L1VE.
Die Herausforderung: Wenn Wachstum Klarheit braucht
Was in kleinen Teams informell funktioniert, gerät mit zunehmender Größe ins Stocken. Prozesse, die einst in den Köpfen einzelner Personen existierten, waren bei L1VE nicht mehr nachvollziehbar. Redundanzen und Verzögerungen waren die Folge – Zeit, die dem Kerngeschäft fehlte.
Aclaro: Mehr als ein Modellierungs-Tool
Im Gegensatz zu klassischen Prozessmodellierungs-Tools wie BPMN-Editoren zielt Aclaro nicht auf die Feinoptimierung von Workflows, sondern auf das Wesentliche: einen klaren, visuellen Überblick. Die Plattform beantwortet die zentrale Frage: Wer ist wofür verantwortlich? Nutzer können:
- Prozesse visuell abbilden, indem Prozessschritte in einer intuitiven Oberfläche definiert werden
- Verantwortlichkeiten zuweisen, indem jeder Schritt einer Abteilung zugeordnet und erforderliche Fähigkeiten getaggt werden
- Die richtige Person finden über eine integrierte Mitarbeiterdatenbank, die zeigt, wer in welcher Abteilung arbeitet
Diese Struktur gibt der Führungsebene einen schnellen Überblick über die Unternehmensprozesse und unterstützt fundierte Entscheidungen zu Ressourcen und Engpässen. Mitarbeitende und Freelancer sparen sich das Rätselraten – statt E-Mails zu schreiben, finden sie die richtige Ansprechperson in Sekunden.
Vom Studium an der HMBS zum Projektpartner
Hinter dem Projekt steht eine besondere Verbindung: Julian Merkel, CTO und Vorstandsmitglied von L1VE, absolvierte 2020 seinen Master der Studienrichtung Applied Business Innovation an der HM Business School. Schon während seines Studiums engagierte er sich im Co-Innovation Lab – mit klarem Fokus auf Prozessmanagement und -optimierung.
Der Bedarf an unternehmensweiter Prozessklarheit war dabei nicht neu: Bereits ein Jahr zuvor hatte Julian Merkel im Rahmen des Co-Innovation Lab eine Challenge zum Thema unternehmensweite Prozesse eingebracht.
Über das Co-Innovation Lab
Die Lösung entstand in einem Projekt des Co-Innovation Lab der Hochschule München unter Leitung der HMBS-Dozierenden Prof. Dr. Jessica Slamka, Prof. Dr. Holger Günzel, Prof. Dr. Lars Brehm und Hans-Jürgen Haak sowie Anne-Mari Stenbacka und Jere Käpyaho (TAMK).
Weitere Informationen: holger.guenzel@hm.edu oder lars.brehm@hm.edu
Projektteam: Möbius Tim, Tuong Vi Le, Pröbstel Michael, Scherzer Lukas, Henri Nieminen, Spee Joseph, Spira Nitai, Marttila Tuuli, Edo Alexander, Sillanaukee Santeri, Nevalainen Noora, Hänsel Claudia